Sonntag, 22. Oktober 2017
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Schwerpunkt Chemietechnik (BG)

 

Ankommen in der Chemietechnik und einen Blick in die Labors der EKS werfen oder beim Labortag Schüler für Naturwissenschaften begeistern

 

Darstellung von Cyclohexen

Bestimmung des pH-Wertes in Apfelsaft

 

 

Chemietechnik vermittelt die Grundlagen der Chemie sorgfältig abgestimmt in Theorie und Praxis. Darüber hinaus bietet die Chemietechnik die vertiefende Behandlung aktueller Aspekte aus der chemischen Forschung und von großtechnischen Produktionsabläufen. Nach Möglichkeit werden dazu Exkursionen durchgeführt.

 

Es wird ein sehr hohes Maß an praktischen Anteilen während der Ausbildung vermittelt. Die Palette reicht von grundlegenden Labortechniken, die nötig sind, um selbstständig im Labor zu arbeiten, bis hin zur Bedienung von modernen Großgeräten, die einen Einblick in die Arbeitsweise der heutigen Chemiker ermöglichen. Dies geschieht an der EKS in Form eines mindestens vierstündigen Laborpraktikums in gut ausgestatteten Räumen mit Großgeräten und eigens entwickelten Unterrichtsskripten. Den Schülerinnen und Schülern steht eine Fachbibliothek zur Verfügung.

Nach Abschluss der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) besteht für die Schwerpunkte Biologietechnik und Chemietechnik die Möglichkeit, das zweite Ausbildungsjahr einer Assistentenausbildung in dem vorher im Beruflichen Gymnasium gewählten Schwerpunkt zu besuchen. Nach einem weiteren Ausbildungsjahr und einer erfolgreichen Abschlussprüfung kann der Beruf der/des staatlich geprüften chemisch-technischen Assistentin/Assistenten (CTA) bzw. der/des staatlich geprüften biologisch-technischen Assistentin/Assistenten (BTA) erreicht werden (Doppelqualifikation DQBT und DQCT).

Das Abitur mit dem Schwerpunkt Chemietechnik bietet beste Voraussetzungen für das Studium der Chemie und verwandte Studiengänge sowie für das Berufsziel „Staatlich geprüfte(r) chemisch-technische(r) Assistent/-in“. Diese CTA-Ausbildung verkürzt sich von zwei Jahren auf ein Jahr durch das Abitur mit dem Schwerpunkt Chemietechnik.

 

Die chemischen Grundkenntnisse werden auch in anderen naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen wie z. B. Physik, Maschinenbau, Umweltingenieurwesen und beim Medizinstudium benötigt.

 

Nach dem Abschluss der Berufsausbildung und des Studiums bieten sich zahlreiche berufliche Möglichkeiten in der chemischen Industrie, wo es unter anderem um die Entwicklung neuer Produkte oder um die Analyse von Stoffen geht.

 

Als Berufsfeld stehen aber auch weite Bereiche außerhalb der Fachrichtung Chemie offen. Es kommen z. B. Tätigkeiten in der Pharmaindustrie, in Biotechnologieunterneh¬men, im Bereich Feinchemikalien, in der Analytischen Chemie und Diagnostik, in der Lebenmittelin¬dustrie sowie im medizinischen Bereich in Frage. Wer noch stärker an der Forschung interessiert ist, kann sich bei Forschungsinstituten wie der Fraun¬hofer Gesellschaft oder dem Max-Planck-Institut sowie bei Universitäten bewerben.

 

Da es sich trotz der Spezialisierung auf den Schwerpunkt Chemietechnik um den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife handelt, kann natürlich jede andere Studienrichtung und Ausbildung begonnen werden, für die das Abitur vorausgesetzt wird.