Dienstag, 23. August 2017
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Schwerpunkt Biologietechnik (BG)

 

Willkommen in der Welt der Biotechnik...

Mikroskopie unterschiedlicher Früchte (Jg. 11)

Mikrobiologie, Membranfiltermethode (Jg. 14)

Interesse an einem Schnupperpraktikum? Oder lieber ein Snapmovie aus der BT angucken?

Biologietechnik ist die integrierte Anwendung des Wissens aus Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik mit dem Ziel, Mikroorganismen, Pflanzen- und Tierzellen sowie deren Bestandteile bei technischen Verfahren und industriellen Produktionsprozessen einzusetzen.

 

Da Biologietechnik als eine anwendungsbezogene und fächerübergreifende Wissenschaft zu verstehen ist, wurde für den Schwerpunkt Biologietechnik mit seinem Leistungskurs und seinen Technologiepraktika ein Curriculum entwickelt, das sowohl allgemeine biologische und biochemische Grundlagen als auch exemplarisch Methoden und Verfahren in Theorie und Praxis vermittelt.

 

In den ab Klasse 11 (E1) angebotenen Technologiepraktika, die thematisch auf die Inhalte des Leistungskurses abgestimmt sind, können durch eigens hierfür entwickelte Versuchsanleitungen eigenständiges, praxisnahes Experimentieren erfahren und geübt werden. Moderne Großgeräte und Laborräume bieten hierfür die materiellen und räumlichen Voraussetzungen.

Nach Abschluss der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) besteht für die Schwerpunkte Biologietechnik und Chemietechnik die Möglichkeit, das zweite Ausbildungsjahr einer Assistentenausbildung in dem vorher im Beruflichen Gymnasium gewählten Schwerpunkt zu besuchen. Nach einem weiteren Ausbildungsjahr und einer erfolgreichen Abschlussprüfung kann der Beruf der/des staatlich geprüften chemisch-technischen Assistentin/Assistenten (CTA) bzw. der/des staatlich geprüften biologisch-technischen Assistentin/Assistenten (BTA) erreicht werden (Doppelqualifikation DQBT und DQCT).

Die Einsatzgebiete für Biologisch-technische Assistenten und Assistentinnen sind vielfältig, häufig arbeiten sie in Laboren, die entweder direkt einem biologischen Fachgebiet zuzuordnen sind oder dem Bereich der Naturwissenschaften und verwandten Disziplinen, die oft als Biowissenschaften oder Life Sciences bezeichnet werden. Sie führen Versuche durch, dokumentieren diese und werten sie aus. Je nach Aufgabengebiet arbeiten sie dabei recht selbständig, oft erfolgt eine Planung der Versuche in Absprache mit Naturwissenschaftlern. Die Versuche beinhalten die Arbeit mit und an Tieren, Pflanzen bzw. deren Zellkulturen sowie Mikroorganismen.

Im Bereich der Forschung arbeiten BTAs an den Instituten der naturwissenschaftlich-technischen Fachbereiche der Universitäten, sowie an öffentlichen und privaten Forschungsinstituten. Dabei kann das Einsatzgebiet im Bereich der Grundlagenforschung zu biologischen Fragen liegen, aber auch im Bereich der Angewandten Forschung technisch anspruchsvolle Detailfragen als Inhalt haben, auch in verwandten Disziplinen wie Medizin oder Umwelt. Neben dem Forschungssektor arbeiten Biologisch-technische Assistenten und Assistentinnen noch in zahlreichen anderen Bereichen. Tätigkeiten bieten staatliche Untersuchungsämter im Bereich der Lebensmittel-, Veterinär- und Umweltüberwachung, aber auch produzierende Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Kosmetika, Pharmazeutika oder Pflanzenschutzmittel, die ihre Produkte im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrolle im Labor untersuchen, ebenso können derartige rechtlich vorgeschriebene Kontrollen durch BTAs an privaten Untersuchungsinstituten erfolgen, bei denen es sich meist um akkreditierte Prüflaboratorien handelt. In den letzten Jahren haben auch Tätigkeiten bei Firmen der Biotechnologie-Branche an Bedeutung gewonnen. Die Aufgaben, die Biologisch-technische Assistenten und Assistentinnen durchführen, reichen dabei von einfachen Routinearbeiten, z.B. bei der Produktionskontrolle in einem Industriebetrieb bis hin zu speziellen Arbeitstechniken mit modernen Analysegeräten und -methoden, wie der PCR zum Erstellen und Überprüfen genetischer Fingerabdrücke oder dem ELISA-Verfahren, einem Immunassay-Verfahren zum Nachweis von Antigenen in einer Probe.

 

Da BTAs sowohl mit Gefahrstoffen wie auch mit biologischen Arbeitsstoffen umgehen, müssen sie die entsprechenden Vorschriften zur Arbeitssicherheit beachten, ebenso müssen sie im Bereich Versuchstierkunde (Halten von Labortieren und Experimentieren mit diesen) die Vorschriften des Tierschutzgesetzes beachten. Bei den meisten Labortätigkeiten gehört auch die Pflege und gegebenenfalls das Instandhalten der Geräte sowie der Kalibrierung oder Justierung zu den Aufgaben der technischen Assistenten, im Bereich der Versuchsplanung oder Optimierung von Versuchen sind sie auch an der Erstellung von Arbeitsanweisungen beteiligt. Quelle: wikipedia