Dienstag, 23. August 2017
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Ehemalige

 

Angela Schäfer, Erzieherin, Musikpädagogin

Im Rahmen einer Umschulung habe ich von 1995-1997 an der EKS den Fachbereich Sozialpädagogik besucht und dort die Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Erzieherin“ abgeschlossen.

Unsere Klasse empfand ich damals als sehr dynamisch und interessant.

Für mich war die Erfahrung, eigene Denk- und Handlungsweisen ständig zu hinterfragen, zunächst ungewohnt und neu (eben typisch Sozialpädagogik und daher oft belächelt!). In der Berufspraxis ist es jedoch neben dem fachlichen Know - how sehr wichtig und hilfreich, da gerade in der sozialpädagogischen Arbeit die eigene Persönlichkeit stark im Focus steht.

Nach der Ausbildung war ich in einem integrativen Kindergarten auf dem Gebiet der Inklusion und Einzelintegration tätig. 2009 habe ich die „Integrative Kunst- und Musikschule Staufenberg“ gegründet und arbeite seitdem selbständig im Bereich Rhythmik, Musikpädagogik und musischer Bildung.

 

Dr. Daniel Kratzert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Insgesamt war die Zeit an der EKS eine schöne Zeit. Ich habe viele wertvolle Erfahrungen für den weiteren Lebensweg gesammelt. Sehr prägend war sicher die besondere Zusammensetzung der Schule. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gymnasien in Kassel ist die Schülerschaft der EKS sehr heterogen. So haben wir nicht nur fachlich, sondern auch im Miteinander viel voneinander gelernt. Die extrem gute Ausstattung mit Analysengeräten der EKS im Bereich Chemietechnik waren auch ein Grund, weshalb ich später ein Chemiestudium angefangen habe. Der Laboralltag und der Umgang mit Großgeräten hat mir immer viel Spaß gemacht.

Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich sehe ich in der Verzahnung von Berufsausbildung und Abitur einen sehr großen Vorteil gegenüber anderen Schulen. [...] Durch die Kombination aus guter Ausstattung und fachlich sehr kompetenter Lehre wurden wir bestmöglich auf ein Studium vorbereitet. Zwischendurch haben wir immer wieder spannende Projekte zum aktuellen Lernstoff durchgeführt. Das interessanteste war die Herstellung von eigenen Waschmitteln.

Nach dem Abitur habe ich noch das eine Jahr für die Ausbildung zum CTA an der EKS absolviert. Dieses Jahr war für mich das schönste Jahr an der EKS, weil hier alles noch einmal alles vertieft wurde und konkret auf Chemie ausgerichtet war.

Nach der Schule habe ich ein Jahr Zivildienst an der Alexander-Schmorell-Schule absolviert und dann ein Chemiestudium an der Georg-August-Universität in Göttingen angefangen. Zu dieser Zeit dachte ich noch, dass mir die organische Chemie am meisten Spaß macht. Das änderte sich im Laufe des Grundstudiums. Durch den hohen Anteil an physikalischer Chemie in Göttingen und einigen interessanten Vorlesungen in der Anorganischen Chemie habe ich mich dann dorthin entwickelt. Während meiner Diplomarbeit habe ich noch einmal etwas die Richtung gewechselt und mich auf Kristallographie spezialisiert. Dies ist eine der wichtigsten Analysenmethoden in der Anorganischen Chemie.

Die Erfahrungen der EKS haben sicher dazu beigetragen, dass mich alle Bereiche der Analytik immer besonders interessiert haben. Nach erfolgreicher Promotion bin ich nach Freiburg gegangen, um hier als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anorganische und Analytische Chemie zu arbeiten und ein eigenes Forschungsprojekt durchzuführen.

 

Eva Riedl, Erzieherin

Hallo, mein Name ist Eva Riedl.

Ich habe die Ausbildung zur Erzieherin in der Abteilung für Sozialpädagogik gemacht und 2010 abgeschlossen.

Seitdem arbeite ich im Institut Lauterbad in Kassel in einer alters- und geschlechtsgemischten Kinderwohngruppe mit familienähnlicher Struktur.

Aus der Zeit an der Elisabeth-Knipping-Schule nehme ich viel Wissen über Pädagogik und Psychologie (besonders im Heimbereich und in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung) mit, aber auch die Erfahrung, wie heilsam es ist, von stark unterschiedlichen Persönlichkeiten betreut zu werden.

 

Mario Wischnewski, Konditor und Chefpatissier im Nobu in Melbourne

Ich erinnere mich immer noch gerne an meine Schulzeit und erzähle meinen jungen Kollegen hier in Australien, wie wir in Deutschland gelernt haben, denn die duale Ausbildung in Schule und Betrieb ist sehr gefragt im Ausland.

Etwas, das mich sehr stark in meiner Schulzeit geprägt hat, ist, dass ich zweimal nach Brüssel durfte zum internationalen Jungen Konditor & Koch Seminar. Dies war meine beste Zeit und ich bin sehr dankbar, dass die EKS mir dieses ermöglicht hat.

In den letzten Jahren habe ich ab und zu an australischen Konditorschulen unterrichtet und die Ausbildung ist bei weitem nicht so gut wie in der EKS, von den Geräten ganz zu schweigen.

Was kann ich sagen über meinem Weg im Ausland, würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall es ist sehr hart: neue Leute, neue Umgebung und ich konnte kein Wort Englisch! Aber ich wusste, ich hatte eine gute Ausbildung von der EKS und meinen Lehrbetrieben. Dieses hat mir sehr geholfen.

(Mario Wischnewski hat nach seiner Ausbildung zum Konditor in verschiedenen exklusiven Betrieben u.a. in London, Melbourne, Tasmanien und Dubai gearbeitet, u.a. im eleganten Savoy Hotel in London. Derzeit ist er Chefpatissier im Nobu in Melbourne, einem Restaurant im größten Casino der südlichen Hemisphäre. Er hat die Dekoration für den teuersten Cocktail der Welt kreiert.)